Mehrfamilienhaus in Borghorst: Visualisierung der Giebelseite

Mehrfamilienhaus Borghorst: neun Wohnungen im Herzen der Stadt

Das Tor zur Innenstadt: Gerahmt von altem Baumbestand setzt dieses Haus einen markanten Eckpunkt an Emsdettener und Nikolaistraße in Borg­horst. Als erster Neubau dieses Quartiers dient es nur zum Wohnen — ohne Gewerbe im Erdgeschoss.

  • Analyse der stadträumlichen EinbindungAnalyse der stadträumlichen Einbindung
  • Analyse der Stadtmorphologie: Der Neubau formt eine städtebaulich dominante EckeAnalyse der Stadtmorphologie: Der Neubau formt eine städtebaulich dominante Ecke
  • Lageplan Emsdettener Straße /Nikolaistraße Borghorst Mehrfamilienhaus BorghorstLageplan
  • Grundriss Erdgeschoss Mehrfamilienhaus BorghorstGrundriss Erdgeschoss
  • Grundriss 1. Obergeschoss Mehrfamilienhaus BorghorstGrundriss 1. Obergeschoss
  • Grundriss Dachgeschoss Mehrfamilienhaus BorghorstGrundriss Dachgeschoss
  • Ansicht Nord-West/Emsdettener Straße Mehrfamilienhaus BorghorstAnsicht Nord-West/Emsdettener Straße
  • Ansicht Nord-Ost/Nikolaistraße Mehrfamilienhaus BorghorstAnsicht Nord-Ost/Nikolaistraße
  • Ansicht Süd/HofseiteAnsicht Süd/Hofseite
  • Schnitt quer: Emsdettener Straße/Hof Mehrfamilienhaus BorghorstSchnitt quer: Emsdettener Straße/Hof

Die Ausgangslage

Ein hoher Leerstand von kleinen Ladenlokalen und Büroräumen in der Innenstadt ist für viele Kleinstädte nicht nur ein kosmetisches Problem. Die Stadträte sitzen in einer Zwickmühle. Denn weisen sie keine neuen Gewerbeflächen am Stadtrand aus, wandert die Kaufkraft in die umliegenden Gemeinden, ins nächste Oberzentrum oder – je nach gesuchtem Produkt – in den Onlinehandel ab. Lassen sie aber großflächigen Einzelhandel am Stadtrand zu, verlieren sie die Nachfrage in der Innenstadt. Infolge dessen geben viele Geschäftsleute ihren zentrumsnahen Sitz auf – was wiederum die negative Entwicklung beschleunigt.

Ändert man nun die Bebauungspläne dahingehend, dass in den Erdgeschossen auch eine Wohnnutzung zulässig ist, so verringert man das Risiko des Leerstands in den reinen Wohnimmobilien. Die verbliebenen Geschäftstreibenden jedoch verlieren wichtige Synergieffekte – weiterer Leerstand in den Geschäftsräumen ist die Folge. Investitionen in die bauliche Erneuerung des Quartiers bleiben aus.

In Borghorst ringt man seit Jahren um den richtigen Umgang mit dieser Herausforderung. Denn eines ist klar: erlaubt man die Wohnnutzung in den Erdgeschossen – so ist dieser Vorgang faktisch unumkehrbar.

Schließlich hat der Stadtrat die Abwärtsspirale unterbrochen, indem er entschieden hat, Wohnen in den Erdgeschossen an dem konkreten Standort zwischen Nikolai- und Emsdettener Straße zuzulassen. Dieses Objekt ist das erste, das in Vorwegnahme auf den künftigen Bebauungsplan als reines Wohnhaus geplant – und genehmigt – worden ist.

Die städtebauliche Situation

Das Baufeld befindet sich in exponierter Lage am Schnittpunkt dreier innerörtlicher Straßen. Es ist ein Filetstück zwischen der für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrten Nikolaistraße und der verkehrsberuhigten Emsdettener Straße. Es liegt quasi im Schatten der beeindruckenden Pfarrkirche St. Nikomedes.

Projektnachweis

Architekt: Stefan Unnewehr, Telgte (LP1-5) Bauherr: privat Tragwerksplanung, Schallschutz- und Wärmeschutznachweis: Ingenieurbüro Decker, Telgte Visualisierung: Engel & Haehnel, Münster; Stefan Unnewehr, Telgte Laufzeit: 2015-2017
 

Sie möchten bauen? Rufen Sie an oder schreiben Sie uns!